Do’s and Dont’s – cooking aboard – Tipps fürs Kochen an Bord

„Scherben bringen Glück“ oder wie heißt es so schön. Das mag ja manchmal stimmen, aber man sollte es an Bord einer Motoryacht oder eines Segelschiffes besser nicht drauf ankommen lassen. Viele Dinge, die für erfahrene Bootsbesitzer selbstverständlich sind, haben sie meist durch eigene Erfahrungen gelernt. Daher sind hier einmal ein paar Tipps erläutert (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

„Platte See bleibt nicht platte See“

Man verbringt den Tag bzw. die Nacht an einer Boje oder vor Anker liegend und freut sich auf das Essen. Die Bewegungen der Yacht sind so ruhig, dass man meinen könnte, man bräuchte weder eine Antirutschmatte, noch müsste man vorausschauend kochen oder essen. Auf einmal wird das Boot von einer Welle erfasst und schaukelt von links nach rechts. Nicht alle Menschen, die auf dem Wasser unterwegs sind, halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Häfen oder fahren in Ankerbuchten extra langsam um keinen Schwell zu produzieren. So landet der teure Wein oder das Essen auch mal schnell im Schoß oder auf dem Boden. Auch wenn nichts kaputtgeht, ist dies doch ziemlich ärgerlich (und es rutscht das ein oder andere Schimpfwort heraus – versehentlich natürlich).

Viel schlimmer ist dies jedoch bei Töpfen oder Pfannen, die auf einmal vom Herd springen. Es ist daher am besten sich anzugewöhnen, die Arretier Vorrichtungen für Töpfe und Pfannen vor Anker oder an der Boje immer zu benutzen. Natürlich kann es auch im Hafen mal zu Schwell kommen, allerdings sollte das nicht dafür sorgen, dass die Töpfe springen. Aber man weiß ja nie… Ebenso ist es von Vorteil die Töpfe nicht so voll mit Flüssigkeit zu befüllen wie daheim. Die kardanische Aufhängung sollte, wenn möglich, immer frei schwingen können, unabhängig ob man im Hafen oder vor Anker liegt. Dass man die richtigen Töpfe hat, ist hier Voraussetzung.

Gleiches gilt für Messer bzw. spitze Gegenstände. Diese sollten immer so liegen, dass sie nicht herunterfallen können, beispielsweise mit der Antirutschmatte. Beim Kochen während des Fahrens sind möglichst nur kleine Messer zu nutzen, da ab und zu doch mal etwas rutscht. Auch hier ist die richtige Messer– und Besteckwahl entscheidend. Denn rostfreie Produkte wie Edelstahl Besteck/Kochmesser oder spezielle Legierungen der Topf und Pfannenindustrie, wie in unserem Webshop angeboten sind ein Muss. Sonst sorgt zuletzt die salzige Seeluft für den ein oder anderen Rostflecken. Und das muss ja nicht sein.

Dem Thema Geschirr haben wir mit dem Artikel Sonntagsgeschirr einen eigenen Artikel gewidmet. Ebenso dem auf der Hanseboot 2016 als Premiere vorgestellten KAHLA Bootsporzellan mit Antirutschhaftung. Denn es muss ja nicht immer Camping Geschirr aus Plastik (Kunststoff), Melamin oder Bambus sein.

Wo wir schon beim Thema Porzellan sind: „Glas kann, aber muss nicht“

Viele Produkte im Supermarkt werden nur im Glas angeboten. Soll man aber nun darauf verzichten, weil diese gegebenenfalls kaputtgehen könnten? Nein muss man nicht.

Allerdings ist auf eine angemessene Verstauung zu achten, so dass diese beim Hin- und Herschaukeln des Schiffes nicht gegen einander schlagen.  Generell spricht nichts gegen die Verwendung von Glas, wenn

  1. das Glas nicht unter Spannung eingequetscht ist,
  2. andere Glasgegenstände, die daneben stehen, nicht allzu viel Spielraum besitzen.

Einige schwören darauf ihre Glasflaschen in Socken zu packen, andere dagegen ein Schachbrettmuster mit abwechselnd Glasflasche und Tetrapack bzw. Dose zu bauen. Es gibt aber auch spezielle Produkte (z.B. von Purvario), die ein Klappern oder Schlagen im Schrank verhindern.

 

Weitere Informationen haben wir im Artikel Sicherheit beim Kochen bzw. Sicherheit beim Grillen bereitgestellt. Schaut vorbei!

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