Grillen an Bord

Wer grillt denn nicht gerne? Eigentlich jeder. Wenn zu Hause das Wetter super ist, dann wird im heimischen Garten der Grill ausgepackt, bzw. die Schutzplane abgenommen und die Feuerstelle entsprechend aktiviert. Ohne hier die typischen Rollenverteilungen diskutieren zu wollen, mache ich es kurz: Man teilt sich auf. Der Grill und das Fleisch wird vorbereitet, sowie die Salate und Beilagen präpariert. Ach ja: Gemüse darf nicht fehlen.
Was zu Hause bei manchem schon Routine ist, ist an Bord leider noch nicht selbstverständlich. Viele Yachten haben erst gar keinen Grill an Bord. Offenes Feuer auf einem Schiff? Viel zu Gefährlich. Brandgefahr und wir gehen alle unter. Wir wollen hier mal das Gegenteil klar machen und aufzeigen, worauf man achten sollte, damit das Grillvergnügen an Bord auch zur Routine und nicht zur Katastrophe wird bzw. in einer Havarie endet. Auch hier unterscheiden wir zwischen dem Eigner und Grillmaster in heimischen Gewässern, die Chartertörns sowie die Langfahrt-Griller. Grundsätzlich gilt natürlich Gleiches wie beim Thema Kochen an Bord – Grillen an Bord ist und bleibt ebenfalls etwas Besonderes.
cook%20n%20boat%20(2)[1]Während der heimische Segler- oder Motoryachteigner auf seiner Yacht vielleicht schon längst den Grill seiner Wahl dauerhaft an der Reling montiert oder in der Backskiste verstaut hat, so hat die Chartercrew es leider nicht immer einfach. Es müssen die Regularien des Chartervertrages eingehalten werden. Außerdem gibt es nicht immer einen Grill für den Urlaub an Bord oder zur zusätzlichen Anmiete. Hier heißt es also rechtzeitig, sich über die Vorschriften sowie die Ausstattung zu informieren. Dass Grill nicht gleich Grill ist, muss sicher dem hier Lesenden nicht weiter erwähnt werden. Hier gibt es deutliche Unterschiede. Im Zweifel, wenn es das Gepäck zulässt (z.B. bei Anreise per Familienvan), einfach den portablen Lieblingsgrill mitnehmen. Denn vor Ort, in den Häfen, sind die praktischen Outdoor Grills leider nicht oder nur sehr spärlich zu bekommen. Cobb_Adj[1]Das gilt auch für die Langfahrtsegler unter uns. Gerade dann, wenn man lange unterwegs ist und mehr von seinem Grillvergnügen haben möchte als nur eine Woche, ist ein qualitativ hochwertigeres Modell, welches nicht direkt bei den nächsten Sturmböen kaputt geht, von deutlichem Vorteil. Denn hier lässt man vermutlich den Grill an der Reling, oder irgendwo an Deck dauerhaft montiert, da unter Deck oder in der Backskiste der Platz fehlt. Auch hier sei auf unsere Erfahrung bzw. Erfahrungsberichte anderer Segler hingewiesen. Denn der Grill muss nach 2 Monaten nicht aussehen als wäre er 10 Jahre alt und improvisiert repariert oder gar montiert.

Mehr dazu in den folgenden Beiträgen, die HIER zu finden sind. Viel Spaß.

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